PEIKER acustic kauft zwei Defibrillatoren für seine Belegschaft

Der Automobilzulieferer PEIKER acustic GmbH & Co. KG hat für die Sicherheit der eigenen Belegschaft Ende Juni zwei Defibrillatoren, die elektrische Impulse zur Wiederbelebung abgeben, angeschafft. Ein Blick in die Statistik zeigt, dass diese Maßnahme keineswegs unbegründet ist. Schließlich gehört der plötzliche Herztod in Deutschland zu einer weit verbreiteten Todesursache: Jahr für Jahr sterben allein 100.000 bis 150.000 Menschen daran – rein rechnerisch also alle fünf Minuten. Meist sind es plötzliche lebensbedrohliche Herzrhythmusstörungen wie dem Kammerflimmern, welche dem Herzstillstand vorausgehen.

Wenn das Herz plötzlich nicht mehr schlägt, zählt jede Minute. Ohne sofortige Hilfe ist die Situation nahezu aussichtslos für die Betroffenen. Der frühe Einsatz eines Defibrillators ist hingegen die wirkungsvollste Waffe im Kampf gegen den plötzlichen Herztod. Dem aus dem Takt geratenen Herzmuskel wird ein gezielter Elektroschock versetzt, wodurch dieser seine Arbeit wieder aufnimmt und zu seinem normalen Rhythmus zurückfindet. Dabei ist schnelle Reaktion gefragt. Wird ein Herz-Kreislauf-Stillstand innerhalb der ersten Minute mit einem Stromstoß behandelt, besteht noch eine Überlebenschance von über 90 Prozent. Mit jeder verstrichenen Minute sinkt die Rate hingegen um sieben bis zehn Prozent. Die ersten irreparablen Hirnschäden setzen nach ca. fünf Minuten ein; nach zehn Minuten ist der Patient in der Regel tot. Mit anderen Worten: Mit dem Defibrillieren sollte innerhalb der ersten fünf Minuten begonnen werden. In der Regel verstreichen in Deutschland jedoch, vom Absetzen des Notrufes bis zum Einsatz eines Defibrillators gerechnet, geschätzte 15 Minuten. Die Überlebenswahrscheinlichkeit liegt dann gerade noch bei ein bis zwei Prozent.

Mit dem Kauf von zwei Defibrillatoren der Firma Laerdal hat PEIKER acustic ein klares Zeichen gesetzt. „Als Geschäftsleitung fühlen wir uns unseren Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern gegenüber verpflichtet. Das schließt in unseren Augen auch eine sofortige Hilfe in lebensbedrohlichen Notfallsituationen mit ein“, erläutert Geschäftsführer Stephan Graf von der Schulenburg die Beweggründe für die Anschaffung solcher Geräte im Wert von jeweils 1.800 Euro. Jeder Defibrillator ist dabei so weit automatisiert, dass es den Anwender in die Lage versetzt, den lebensentscheidenden Stromstoß im Ernstfall zu versetzen. Angst, etwas falsch zu machen, braucht man dabei nicht haben. „Gerät einschalten, Elektroden aufkleben und Anweisung befolgen“ lautet die Devise. Eine Sprachsteuerung sagt genau, was zu tun ist. Eigenständig führt der Defibrillator ein EKG durch und überprüft, ob die Kontakte korrekt angebracht sind. Wird ein Herzkammerflimmern bzw. eine Herzrhythmusstörung festgestellt, empfiehlt das Gerät das Auslösen eines Elektroschocks, der per Knopfdruck aktiviert wird.

Nach dem Motto „Train the Trainer“ hat Jürgen Hoffmann, der Geschäftsführer der Firma JH-Retec, über den die Defibrillatoren bezogen wurde, zusätzlich ein spezielles Training im Hause PEIKER acustic durchgeführt. Damit ist PEIKER acustic bestens auf den Ernstfall vorbereitet, wenn es darum geht, den entscheidenden Schock für’s Leben zu versetzen.

Friedrichsdorf, 06.07.2007

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