PEIKER acustic auf dem Weg zu einem eCall-Modul

Seit sich die Europäische Kommission und die europäische Automobilindustrie darauf geeinigt haben, dass von September 2010 an alle neu auf den Markt kommenden PKW mit einem automatischen Notrufsystem ausgestattet sein sollen, ist das Thema eCall präsenter denn je. Der renommierte Automobilzulieferer PEIKER acustic kann hier bereits auf eine 12-jährige Erfahrung zurückblicken. Bereits 1995 hat der Friedrichsdorfer Kommunikationsspezialist Weitsicht bewiesen und ein System entwickelt, welches Fahrzeugortung sowie eine persönliche Notfallbetreuung über einen Operator enthielt. Auf der CeBIT wird nun ein erster Demonstrator eines eCall Moduls für Kfz-Anwendungen vorgestellt.

Es geht um Menschenleben. Das ist in wenigen Worten der Gedanke, der hinter der Einführung eines europaweiten eCalls steht. Denn nach Schätzungen der EU-Kommission könnte die Anzahl der Verkehrstoten in Europa mit einem automatischen Notrufsystem jährlich um 2.500 Menschen gesenkt werden. Ein solches Gerät würde im Falle eines Unfalls (z.B. durch Auslösen des Airbags) eigenständig per Mobilfunk einen Notruf an die Notfallzentrale absetzen und die über Satellitennavigation ermittelten Navigationsdaten weiterleiten. Die Idee ist, durch eCall die zuständigen Rettungskräfte früher verständigen zu können – vor allem dann, wenn der/die Verunglückte nicht mehr selbst in der Lage ist, Hilfe anzufordern und sich der Unfall auf abgelegener Straße ereignet hat.

Obwohl die exakten Systemanforderungen noch nicht definiert sind, steht fest, dass die Fahrzeuge ab 2010 mindestens mit zwei Komponenten ausgestattet werden müssen: einem GPS-Modul mit Satellitenempfang zur Standortbestimmung und einem GSM-Sendemodul zur Übertragung dieser Positionsdaten über das Mobilfunknetz. Für PEIKER acustic sind das die Minimalanforderungen eines Unfallmeldesystems, schließlich weist das Friedrichsdorfer Unternehmen schon 12 Jahre Erfahrung in Sachen eCall auf.


Dieses gewachsene Know-how ist allein an dem aktuellen Z-Tracker zu erkennen, einem Personenortungssystem, welches speziell für den Einsatz in explosionsgefährdeten Bereichen geeignet ist. Das ATEX-zertifizierte Gerät weist die neueste GPS-Technik auf, die zu einer genauen Standortbestimmung beiträgt, zumal sie auch Satellitendaten von Galileo unterstützt. Hinzu kommen weitere empfindliche Sensoren in Verbindung mit einem abgestimmten Auswertungssystem, wodurch ebenfalls präzise Höhenangaben möglich sind. Im Falle eines Unfalls kann also die exakte Position der verunglückten Person bestimmt werden; eventuelle Ungenauigkeiten liegen unter einem Meter. Eine 3D-Bewegungsdetektion gibt u. a. zusätzliche Auskunft über den Zustand des „Trägers“. Automatisch werden dann alle Daten zeitnah über eine optimierte GPRS-Verbindung und/oder per SMS an ein zentrales Serversystem übermittelt und sind damit die wichtige Grundlage für gezielte Rettungsmaßnahmen.

Mit dem Z-Tracker hat die PEIKER Firmengruppe eindeutig die Weichen in Richtung des für 2010 geplanten Notrufsystems gestellt, wobei die technischen Eigenschaften dieses Personenortungsgerätes weit über die bisherigen Anforderungen der Europäischen Union hinausgehen. Ist hier die Anwendung noch speziell auf explosionsgefährdete Bereiche ausgelegt, wird auf der CeBIT ein erster Demonstrator für ein eCall Modul in Fahrzeugen vorgestellt. Damit präsentiert sich PEIKER acustic als idealer Partner bei der Umsetzung der europäischen Sicherheitsinitiative. Denn wenn es darum geht, durch Technik Leben zu retten, ist Erfahrung gefragt.

Friedrichsdorf, 18.02.2008

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